Die Bewerbung – der erste Schritt zu deiner Ausbildung
In einer Bewerbung beschreibst du dich und deine Fähigkeiten und erklärst, warum du dir diesen Ausbildungsplatz ausgesucht hast. Jetzt geht es darum, dass du dich gut verkaufst und mit deinen Unterlagen uns ein gutes Bild von dir vermittelst.
Bewerbungsunterlagen
In die Bewerbungsunterlagen gehört 1. ein Anschreiben, 2. ein Lebenslauf und 3. Zeugnisse.
  1. Im Anschreiben erklärst du, warum du dich für den Ausbildungsplatz bewirbst und warum du dich für uns entschieden hast. Hier ist die erste Möglichkeit, uns von dir und deinen Fähigkeiten zu überzeugen.
  2. Im Lebenslauf listest du deine schulischen und beruflichen Stationen - möglichst lückenlos - auf. Normalerweise wird hier auch ein Foto beigefügt. Hier ist es wichtig, ein anständiges, repräsentatives Foto von dir zu nehmen. Schnappschüsse oder Urlaubsbilder geben keinen seriösen Eindruck.
  3. Zeugnisse: Hier kommen das Abschlusszeugnis der Schule, Praktikumszeugnisse, evtl. Zeugnisse von absolvierten Kursen (z. B. Sprachkurs etc.) und, wenn vorhanden, Zeugnisse von vorherigen Ausbildungen oder einer Berufstätigkeit. Bei den Zeugnissen versendest du gute Kopien.
Weitere Bewerbungs-Tipps
Vorarbeit: Erkundige dich rechtzeitig über die Bewerbungstermine. Hilfreich ist, vorher anzurufen und sich über Bewerbungsfristen zu erkundigen. Hier kannst du auch Fragen zum Unternehmen und der Ausbildung stellen, die dir nachher beim Anschreiben helfen können. Es macht Sinn, sich ein Jahr vor Ausbildungsbeginn zu informieren.

Wichtig ist: Nimm dir genügend Zeit, wenn du eine Bewerbung schreibst. Informiere dich z. B. im Internet über unser Unternehmen. Überlege dir die Gründe für deine Bewerbung und sei sorgfältig bei der Zusammenstellung der Unterlagen.

Hol dir Unterstützung: Es ist immer gut, wenn ein Außenstehender, z.B. Deine Eltern oder Freunde, das Anschreiben liest und sich die Bewerbungsunterlagen anschaut. Rechtschreibung ist SEHR wichtig. Es hinterlässt einen guten Eindruck, wenn dein Anschreiben klar, überzeugend und ohne Rechtschreibfehler geschrieben ist.

Der erste Eindruck zählt
✓ Die Bewerbung sollte am PC geschrieben werden. Hier hast du auch gerade beim Lebenslauf unterschiedliche Möglichkeiten    der Gestaltung. Normalerweise wird er auf weißem Papier ausgedruckt.
✓ Achte darauf, dass die Unterlagen komplett sind und sauber aussehen, ohne Kaffeefleck oder Eselsohren. Dein Anschreiben    sollte die Begründung, warum du dich bei uns beworben hast und warum du dich für diese Ausbildungsstelle interessierst,    enthalten.
✓ Für eine Bewerbung mit ihren ganzen Unterlagen bietet es sich an, eine Bewerbungsmappe für den Versand zu nehmen.    Hier kannst du die Unterlagen sortieren und in der Reihenfolge präsentieren, wie du es dir vorstellst. Das Anschreiben    kommt an den Anfang. Um es übersichtlicher zu gestalten, kannst du bei der Bewerbungsmappe auch eine kurze    Inhaltsangabe machen.
✓ Vor dem Versand prüfe nochmal, dass das Schreiben mit dem richtigen Datum versehen ist, alle Adressen stimmen    (Absender und Empfänger) und du genügend Porto auf dem Brief hast.
✓ In Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch ist es gut, wenn du dir eine Kopie der einzelnen Bewerbungsunterlagen    machst. Die kannst du dir vor dem Bewerbungsgespräch nochmals anschauen, um auf Fragen, die die Unterlagen betreffen,    vorbereitet zu sein.

Für die E-Mail Bewerbung sollten Zeugnisse eingescannt werden und mit dem Lebenslauf in einem PDF zusammengefügt werden. Das Anschreiben kann ein separates Dokument sein oder in der E-Mail als Anschreiben verfasst werden.

Das Vorstellungsgespräch - der zweite Eindruck
und deine Chance
Jetzt kann man dir schon gratulieren: Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, bist du einen Schritt weiter. Deine schriftliche Bewerbung hat überzeugt. Darüber kannst du dich schon mal freuen.
Wenn du nun aufgeregt bist bei dem Gedanken an ein Bewerbungsgespräch, ist das normal. Es ist ja auch keine alltägliche Situation. Aber behalte immer im Hinterkopf: Bei dem Bewerbungsgespräch ist nun eine weitere Möglichkeit, dein Können zu zeigen und zu präsentieren, warum du die richtige Wahl bist.

Dein Gesprächspartner weiß auch, dass es eine besondere Situation für dich ist. Kleine Fehler sind kein Problem. Es ist wichtig, sich auch für das Bewerbungsgespräch vorzubereiten. Vielleicht können deine Eltern oder ein Freund oder Freundin mit dir üben, damit du dich auf die Gesprächssituation vorbereiten kannst.

Hier sind ein paar Fragen, die oft gestellt werden und für die du dir die Antworten schon mal überlegen solltest und die du auch zum Üben nehmen kannst.


✓ Warum hast du dir diesen Beruf ausgesucht?
✓ Warum bewirbst du dich gerade bei unserer Firma?
✓ Welche Interessen und Fähigkeiten bringst du für deine Ausbildung mit?
✓ Was weißt du über unsere Firma bereits?

Je sorgfältiger du dir die Antworten überlegst, umso überzeugender kannst du dich darstellen. Mache deutlich, dass du dir deine Berufswahl und Bewerbung für diese Ausbildungsstelle gut überlegt hast und denk dran: Stelle deine Stärken heraus. Dann wird es bestimmt gut laufen.

Vor dem Vorstellungsgespräch
✓ Der von uns vorgeschlagene Vorstellungstermin sollte telefonisch oder schriftlich bestätigt werden. Auch wenn der nicht    passt, schnell Bescheid geben, um einen neuen Termin zu finden.
✓ Wie kommst du zu unserer Firma hin? Erkundige dich vorher schon, wie man zu uns kommt und plane genügend Zeit für    den Weg ein. Es ist wichtig, dass du pünktlich bist.
✓ Die Chancen, dass während des Gesprächs eine Frage dabei ist, warum du dich für uns entschieden hast, sind relativ hoch.    Deshalb macht es Sinn, deine Bewerbungsunterlagen durchzugehen und auch die Informationen über unsere Firma, um hier    gute Antworten geben zu können.
✓ Fragen zu deinen Unterlagen kommen ebenfalls häufig vor.
✓ Am besten übst du mit deinen Eltern oder Freunden das Vorstellungsgespräch, damit du das Reden üben kannst und    merkst, bei welchen Fragen du noch nicht so sicher bist.
✓ Wichtige Frage: Was ziehe ich an? Für ein Bewerbungsgespräch sollte man schon im Businesslook kommen. Allerdings ist    es wichtig, dass du dich darin wohl fühlst.

Bei dem Vorstellungsgespräch
Bei dem Vorstellungsgespräch wollen dich unsere Ausbilder persönlich kennenlernen. Meist nehmen mehrere Leute an dem Gespräch teil. Es können dabei sein: Der Ausbildungsleiter, der verantwortliche Ausbilder sowie evtl. ein Abteilungsleiter.

Ein guter Eindruck von dir entsteht:

✓ Wenn du pünktlich und ausgeschlafen zum Termin erscheinst
✓ Der Situation entsprechend gekleidet bist
✓ Freundlich und selbstbewusst auftrittst
✓ Locker, aber dennoch konzentriert bist


Tipps & Tricks für werdende Azubis
Es ist nicht leicht, sich von heute auf morgen im Berufsleben zurechtzufinden und die Ausbildung, die Berufsschule und deine Freunde und Hobbys unter einen Hut zu bekommen. Damit die Ausbildung aber dennoch erfolgreich verläuft und du nicht nur die Ausbildungsziele erreichst, sondern auch noch Spaß an deiner Ausbildung hast, solltest du auch ein paar wichtige Tipps & Tricks nutzen:

Lächeln! Eine positive und freundliche Ausstrahlung öffnet viele Türen und macht vieles leichter.

Augenkontakt! Wer seinem Gesprächspartner in die Augen schaut, wirkt sicher, interessiert und unterstreicht seine Aussagekraft.

Lass dich nicht zu sehr unter Druck setzen! Niemand erwartet von dir, dass du von Anfang an alles kannst und dich sofort überall zurechtfindest. Die Ausbildung ist dafür da, um den Beruf zu erlernen. Frage jederzeit, wenn du etwas nicht verstanden hast. Du machst dich durch dieses Verhalten nicht lächerlich, sondern sammelst eher Pluspunkte.

Entspannungstechniken! Wenn dir alles zu viel wird oder Probleme auftreten, nicht ausrasten, bissige Kommentare von sich geben oder gar alles hinschmeißen! Erst mal Ruhe bewahren, tief durchatmen und dann freundlich um ein klärendes Gespräch bitten.

Durch Leistung und Motivation überzeugen! Du sammelst viele Pluspunkte, wenn du nicht nur mitmachst, sondern auch mitdenkst. Eigene Ideen und Vorschläge einzubringen ist immer gut. Achte aber darauf, dass du nicht als Besserwisser dastehst oder beleidigt bist, wenn dein Vorschlag nicht ganz akzeptiert wird wie erhofft.

Management! Wenn du dir Prioritäten setzen kannst und deine Zeit effektiv nutzt, kannst du auf Dauer alles bewältigen. Teile dir, falls es dir hilft, am besten einen Kalender ein für deinen Alltag mit allen wichtigen Punkten wie: Zeiten zum Lernen, Ruhephasen und deiner Freizeit.

Gehe offen und ehrlich auf deinen Ausbilder zu! Behandle Ihn mit Respekt, das hilft dir sicherlich weiter, dich mit deinem Ausbilder gut zu verstehen.

Spreche deine neue Vorgesetzten und deinen Ausbilder anfangs mit "Sie" an! Du wirst schon merken, wann du deine Kollegen dutzen kannst und wirst es garantiert auch von deinen Kollegen und Vorgesetzten früher oder später angeboten bekommen.
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